Was sind ADAC Tests?

Bei der Suche nach einem Autositz sollte das wichtigste Auswahlkriterium der Schutzgrad des gewünschten Modells sein. Dabei helfen die Sicherheitstests von Autositzen – darunter der beliebteste ADAC Test.

„ADAC Test“ ist eine umgangssprachliche Bezeichnung, die von Eltern und Händlern häufig verwendet wird, aber nicht ganz korrekt ist. Die Abkürzung ADAC steht für den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club. Der Test, über den wir schreiben, wird nicht vom ADAC organisiert, sondern von der Stiftung Warentest, die sich mit der Prüfung der Qualität von Produkten und Dienstleistungen beschäftigt. Sie eben wählt die Sitze aus, die getestet werden. Sie testet dies unabhängig von den Herstellern, wodurch sie zusätzlich die Kontinuität der Produktqualität prüft.

Der „ADAC-Test“ besteht aus 3 getrennten Prüfungen: Sicherheit, Ergonomie/Bedienkomfort und chemische Zusammensetzung der Polsterung. Für den Sicherheitstest ist der bereits erwähnte ADAC zuständig – und daher kommt der gängige, aber vereinfachte Name. In einem rigorosen Crashtest prüfen die ADAC-Spezialisten, wie sich der Kindersitz bei einem Frontal- und Seitenaufprall verhält (bei Geschwindigkeiten von 72 bzw. 50 km/h, wobei nicht die Geschwindigkeit den größten Einfluss auf die Ergebnis, sondern der Bremsweg ausübt) und welche Überlastungen die Prüfpuppe beeinflussen, die sich als Kind „vortäuscht”. Da der ADAC die modernsten  Prüfmodelle der Q-Serie mit Sensoren an mehreren Messpunkten (u.a. im Kopf oder Unterbauch) verwendet, können Forscher diese Werte genau messen.

Damit ist jedoch noch nicht Schluss, denn auch die chemische Zusammensetzung der Polster wird getestet. Die Standards, die für Hersteller in dieser Hinsicht gelten, sind sehr restriktiv – ähnlich wie in der Spielwarenindustrie für Kinder (und es ist bekannt, dass Kinder oft Bauklötze oder Autos in den Mund nehmen, daher muss jedes Spielzeug zu 100% frei von Schadstoffen sein). Ein ebenso wichtiger Bestandteil des ADAC-Tests ist die Überprüfung der Polstersicherheit. Die für ihre Herstellung verwendeten Materialien werden während des Transports mit verschiedenen Wirkstoffen, beispielsweise Fungiziden, geschützt. Nach einiger Zeit oxidieren diese Präparate, was bedeutet, dass der Stoff nach dem Belüften des Sitzes sicher sein sollte. Der ADAC-Test prüft, ob das für die Polsterherstellung verwendete Material den geltenden Normen entspricht. Wichtig ist, dass dieser Aspekt der Prüfung entweder bestanden oder nicht bestanden werden kann. Bei Überschreitung (oder tatsächlich deutlicher Überschreitung, weil es eine Mindestmarge für eine Überschreitung der Norm gibt – die Ergebnisse enthalten Informationen über den erhöhten Gehalt eines bestimmten Stoffes), erhält der Sitz automatisch eine negative Bewertung, auch wenn diese positiv bei den Crashtests ausgefallen ist.

Der zweite Teil des „ADAC Tests“ ist die Prüfung der Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit, die vom österreichischen Autoclub ÖAMTC durchgeführt wird. Wie wird eine solche Untersuchung durchgeführt? Der ÖAMTC lädt Personen ein, die noch nicht viel Erfahrung mit der Verwendung von Autositzen haben, an dem Test teilzunehmen und prüft, wie jeder von ihnen damit zurechtkommt, ein bestimmtes Modell auf die Autocouch zu setzen, die Gurte und Riemen zu straffen und das Kind hineinzusetzen. Auch die Verständlichkeit der Bedienungsanleitung wird bewertet.

Die Gesamtbewertung des Autositzes im „ADAC Test“ besteht aus 50% Sicherheit, 40% Ergonomie und 10% Bedienkomfort.

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